Sexismus für Männer (3./3)

erstellt am 6. Februar 2013 von Thomas Fügner

Sexismus für Männer
1.) Sexismus- Aggression Ursachensuche
2.) Geschlechterdebatte: Vom Geburtsfehler zur gesellschaftlichen Krankheit

hier: 3.) Was heilt: Der gesunde Selbstwert, die Achtung von Mann und Frau

Das Selbst- Bild bestimmt ganz wesentlich die Erwartungen an die Mitmenschen (Männer, Frauen, untereinander und gegenseitig). Werte als Erwartungen (die nicht enttäuscht werden wollen!) prägen die Art des Miteinander, Kommunikation und damit die Beziehung und Sexualität. Im Extrem manifestierten sich die Haltungen in Kampfansagen: „Alle Männer sind potentielle Vergewaltiger!“ oder: „Alles Schlampen, außer Mutti!“ Diese Werte wurden und werden in Diskussionen und Lebenserfahrungen verinnerlicht und als sich wandelnde (!) Haltung nach außen kommuniziert, damit bewusst und unbewusst gelebt.
Was tun?
Wie könnte eine neue Haltung der Geschlechter zueinander entstehen und wachsen? Werdet erwachsen.
Zunächst ist es für BEIDE wichtig,
1.) die gegenseitigen Schuldzuweisungen ruhen zu lassen, zu beenden.
2.) bei sich selbst anzufangen, für die eigene Haltung Verantwortung zu übernehmen, weder als Frau, noch als Mann sich ausschließlich als „gemacht“ und damit als Opfer zu verstehen.
Gerade für Frauen, die sich im Sexismus als Opfer sehen, so weit, dass ihnen der Status des „Opfer- Abos“ zugesprochen wurde, ist es wichtig, hier mehr Mit-Verantwortung (nicht: Mit-Schuld!) zu üben.

Eine neue Haltung würde also weiter voraussetzen, zu begreifen, dass das Bild von uns selbst, und damit von unserem Gegenüber durch Erfahrungen geprägt ist, die zu machen als Erwachsene unsere ur- eigenen Entscheidungen waren! Und in Zukunft, durch die Erwartungen entsprechend bestätigt oder gewandelt werden können.

Eine neue Haltung, der Grundgedanke von Erwachsenheit ist es im zweiten Schritt, ab jetzt den ERWACHSENEN, GEBENDEN TEIL in sich stärken. Das ist die alt- griechische Haltung des Thymos: gebend: erwachsen, mit Stolz auf die eigenen Werte diese zu tragen, auch in ihrer Unterschiedlichkeit, diese aushaltend als Mann und Frau((!), diese vermittelnd, im Gegensatz zur Haltung des Eros – kindlich, nehmend, bedürftig.
Denn bei aller Bedürftigkeit- jeder Bauer weiß, er kann nur ernten, was er zuvor, lange zuvor gesät hat. Warum sollte das bei Zärtlichkeit und Sex, für Mann und Frau, anders sein?
Bevor die eigenen Werte über die eigene Geschlechts- Identität nicht POSITIV definiert sind, kann ein erwachsener Mann oder eine Frau da nichts geben!
Diese Befreiung von “gesellschaftlichen Normen”, damals wie heute, (DAS ist Emanzipation im Kern!), dieses Mehr an Verantwortung für die eigene Haltung und die damit bestimmende Kommunikation der Geschlechter sind ein erster Schritt zu dem menschlicheren Miteinander, das letztlich auch das Ziel des Feminismus war.

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